LNG-Terminals in Wilhelmshaven und Stade

Der LNG-Import soll Deutschland unabhängiger von Gas-Importen aus Russland machen, jedoch gibt es bisher keine deutschen Importterminals. Das muss sich dringend ändern. Aus diesem Grund will der Bund kurzfristig insgesamt drei Anlagen in Deutschland realisieren – zwei davon in Niedersachsen. Bis 2025 will die Landesregierung Niedersachen rund 450 Mio Euro in entsprechende Projekte investieren.

Die Stadt Wilhelmshaven könnte zum Ende dieses Jahres, spätestens Anfang 2023 mit dem ersten schwimmenden LNG-Terminal (Floating Storage and Regasification Units kurz: FSRU) ans Netz gehen. Noch in diesem Jahr soll im Landkreis Friesland eine 30km lange Pipeline durch den Gasnetzbetreiber Open Grid Europe (OGE) entstehen. Anfangs soll die Leitung eine Kapazität von 10 Milliarden Kubikmetern transportieren können. Vorgesehen ist es, bis 2025 über eine festinstallierte Anlage zu verfügen. Das Bundeswirtschaftsministerium hat den Energiekonzern Uniper und RWE damit beauftragt, die Organisation hierfür zu übernehmen.

Auch im niedersächsischen Stade laufen bereits die Vorbereitungen auf Hochtouren für ein LNG-Terminal der Hanseatic Energy Hub GmbH. Die Anlage soll über eine maximale Regasifizierungskapazität von 13,3 Milliarden Kubikmetern pro Jahr verfügen, was einem Anteil von bis zu 15 Prozent des deutschen Gasbedarfes entspräche. Bereits Ende März hat der Versorger EnBW eine Absichtserklärung für den Import von drei Milliarden Kubikmeter LNG jährlich über die Anlage in Stade unterzeichnet. Das Terminal soll bis 2026 in unmittelbarer Nachbarschaft des US-Chemieunternehmens Dow in Stade direkt am Elbeufer entstehen.

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